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glasmalkunst.ch Restauratoren-Atelier HALTER Bern

Berner Glasmalkunst-Atelier HALTER in CH-3013 Bern

November 26 2023 , Written by glasmalerpoint Published on #ART IN MARTIN, #Antikes Glas, #Atelier in CH-3013 Bern, #Beratung Expertisen, #Bleiverglasungen, #Buntglasfenster, #Entwurf,, #Erfahrung mit historischen Glasgemälden, #Farbfenster-Glasmalerei, #Glas-Architektur mit Farben im Licht, #Glas-Galerie CH-3013 Bern, #Glas-Restauration, #Glasbilder-Glasmalerei, #Glasdesign mit Farben im Licht, #Glasdesigner-Galerie in Bern, #Glaskunst,, #Glaskunst-Inszenierung, #Glaskunst-Inszenierung im Bau, #Glaskunst-Inszenierungen, #Glaskunst-Werke, #Glaskunstwerke ART IN MARTIN, #Glaskünstler, #Glasmaler-Restaurator IER, #Glasmalerei u. Kunstglaserei, #Glasmalerei-Werkstatt Werkstätte für Glaskunst,, #Glasreparaturern, #Grisaille-Glasmalerei, #Heraldik-Wappenscheiben, #Kirchenfenster-Glasmaler

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Monografie "Farbglaswelten" kann im Haupt Verlag in Bern direkt bestellt werden Link: http://www.haupt.ch/verlag/oxid.php/cl/details/anid/9783258601571
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Rezension publiziert > Berner Zeitschrift für Geschichte

4. Quartal 2018 /Seiten 70 /71
Halter, Martin: Farbglaswelten – ein aussergewöhnliches Kunsthandwerk

Hrsg. von Mirjam Fischer und Jürg Halter. Bern: Haupt Verlag 2016. 152 S.

Im Jahr 2016 feierte das Berner Glasmalereiatelier Halter sein 100-jähriges Bestehen. Martin Halter und sein Autorenteam nahmen das Jubiläum zum Anlass, diese wunderbare Publikation in Zusammenarbeit mit dem Berner Verlagshaus Haupt herauszugeben. Hält man das Buch zum ersten Mal in den Händen, fällt einem gleich der feine Halbleinenband auf. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Kleinformat, angesichts dieses faszinierenden Kunsthandwerks hätte das Format auch grösser ausfallen dürfen. Eine kurze Einführung von Mirjam Fischer und Jürg Halter leitet zum Hauptteil über - der die Geschichte des traditionsreichen Familienunternehmens auf interessante Weise beleuchtet. Die Glasmalereiwerkstatt wird heute von Martin Halter in dritter Generation weiter- geführt. Bereits sein Grossvater Louis Halter (1886-1956) und später sein Vater Eugen Halter (1920-1981) betrieben am Klösterlistutz 10 dieses einzigartige Kunsthandwerk. In enger Zusammenarbeit mit Künstlern wie Albin Schweri (1885-1946), Ernst Linck (1874-1935), Rudolf Münger (1862-1929), Leo Steck (1883-1960), Louis Moilliet (1880-1962), Paul Zehnder (1884-1973) und Max Brunner (1910-2007) führte das Atelier etliche Aufträge für Kirchenfenster aus.

In einem persönlichen Gespräch mit dem Autor Mathias Morgenthaler erinnert sich Martin Halter an die Arbeitsweise und die Werke seines Grossvaters und seines Vaters. Hierbei gibt er einen ganz persönlichen Einblick in die Familiengeschichte und reflektiert in diesem Zusammenhang sein eigenes heutiges Schaffen. Im darauffolgenden Abbildungsteil wird die Einzigartigkeit der von Martin Halter erschaffenen „Farbglaswelten“ auf- gezeigt. Während sein Grossvater und sein Vater heraldische oder sakrale Darstellungen meist in runde, recht- eckige oder nach architektonischen Vorgaben vorbestimmte Formate einpassten, begann Martin Halter bei seinen freien Arbeiten diese Begrenzungen komplett aufzubrechen. Werke wie Spielerin (1987), Paradiesvogel (1996/97), 3-Fische (2007) sprengen im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen: Menschliche Bewegungen, eingerollte Vogelfedern oder das turbulente Wellenspiel mit drei schwimmenden Fischen greifen mittels ihrer freien Umrissrahmung in die Fläche.

Nicht unerwähnt dürfen die herausragenden Aufnahmen der beiden Fotografen David Aebi und Max Reitmeier bleiben. Den Fotografen ist es auf äusserst sorgfältige Weise gelungen, Halters Glasmalereien im ent- sprechenden Licht subtil einzufangen.
Die Monografie findet ihren Abschluss in einem ausführlichen Anhang zu handwerksspezifischen Aspekten, bei- spielsweise der Restauration und der Erhaltung von historischen Farbglasscheiben. Besondere Erwähnung verdient dabei das Kapitel zur Verarbeitungstechnik am Beispiel einer Allianz-Wappenscheibe. Hier werden die einzelnen Arbeitsschritte vom Entwurf bis zum fertigen Werk mittels umfangreicher Fotodokumentation anschau- lich aufgezeigt. Dieser Teil führt uns vor Augen, wie komplex und aufwendig sich der Beruf des Glasmalers ge- staltet. Mit der Herausgabe dieser Publikation und der Übergabe des Ateliernachlasses an zwei schweizerische Museen und die Burgerbibliothek Bern hat Martin Halter wohlweislich vorgesorgt, dass das fragile Erbe dieses für Bern historisch bedeutungsvollen Familienunternehmens sicher aufgehoben ist.

Christoph Messerli, Bern

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